Die 6 Elemente eines Konzeptes für Mitarbeiterempfehlungen

Mitarbeiterempfehlungen sind anerkanntermassen ein sehr guter Kanal, um Bewerbungen zu generieren, einige sprechen sogar von der qualitativ besten Quelle. Grundsätzlich braucht es nicht viel, um mit Mitarbeiterempfehlungen zu starten. Dennoch stellen sich rasch etliche Detailfragen. Es lohnt sich deshalb, dieses Thema konzeptionell anzugehen und die wesentlichen Eckpunkte im Vorfeld zu klären.

Elemente eines Konzepts «Mitarbeiter werben Mitarbeiter»

Wir geben Ihnen im Folgenden einen Überblick über die notwendigen Elemente eines Konzepts für Mitarbeiterempfehlungen. Zu jedem Element listen wir die entsprechenden Fragen auf, welche es im Rahmen des Konzepts zu beantworten gilt.

1. Business Case

  • Welche qualitativen Ziele werden mit Mitarbeiterempfehlungen verfolgt? Beispiel: Ansprache von passiv Stellensuchenden, Stärkung der Arbeitgebermarke.
  • Welche quantitativen Ziele werden mit Mitarbeiterempfehlungen verfolgt? Beispiel: 20% der Stellen via Empfehlungen besetzen, Reduktion der Time-to-Hire um 30%, Senkung der Rekrutierungskosten um 25%.
  • Tipp: Berechnen Sie, wie viel Sie heute für die traditionellen Kanäle (Jobbörsen, Personalvermittler etc.) ausgeben. Zeigen Sie im Konzept auf, welche dieser Kosten künftig reduziert werden sollen und wie hoch im Gegenzug die Kosten für Prämien etc. sind.

2. Interne Kommunikation

  • Welche Erwartungen werden an die Mitarbeiter gestellt?
  • Welche intrinsischen und extrinsischen Motivatoren werden kommuniziert?
  • Wer kommuniziert das Programm wann über welche Kanäle?
  • An wen können sich die Mitarbeiter bei Fragen wenden?

3. Prämie

  • Wird bei einer erfolgreichen Vermittlung eine Prämie bezahlt?
  • Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um eine Prämie zu erhalten? Beispiel: Erfolgreich absolvierte Probezeit.
  • Handelt es sich um eine Geld- oder eine andere Prämie?
  • Ist die Prämie für alle Stellen identisch?
  • Wer ist prämienberechtigt? Sind insbesondere HR-Mitarbeiter und Linienvorgesetzte ausgenommen, da die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern zu ihren Kernaufgaben gehört?

4. Prozess

  • Erfolgt die Bewerbung über den regulären Weg, z.B. über das Bewerbermanagementsystem? Oder leitet der empfehlende Mitarbeiter die Bewerbung direkt weiter?
  • Muss der Bewerber oder der Mitarbeiter melden, dass eine Vermittlung stattgefunden hat?
  • Geschieht diese Meldung durch den Mitarbeiter formlos oder über ein Formular?
  • Bis wann im Bewerbungsprozess muss diese Meldung spätestens erfolgt sein?
  • Muss der Bewerber bereits im Anschreiben erwähnen, dass er vermittelt wurde?

5. Reporting

  • Welche Kennzahlen zeigen auf, ob das Mitarbeiterempfehlungsprogramm erfolgreich ist?
  • Wo und wie können diese Kennzahlen erhoben werden?
  • Wie oft werden diese Kennzahlen erhoben?
  • Wann wird das Reporting wem und in welcher Form zugestellt?

6. Tools

  • Für welche Prozessschritte soll ein Tool eingesetzt werden?
  • Welche Anforderungen werden an ein Tool gestellt?

Jede dieser Fragen würde selbstverständlich wiederum Stoff für einen eigenen Blogartikel bieten. Wir hoffen aber, dass Sie nun einen Leitfaden zur Hand haben, mit welchem Sie die Basis für Ihr eigenes «Mitarbeiter werben Mitarbeiter»-Programm legen können.

Haben wir eine wichtige Frage vergessen, welche es auch noch zu klären gibt? Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

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Über Patrick Mollet

Dr. Patrick Mollet ist Experte für Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt er sich mit Trends und Entwicklungen in diesen Bereichen und berät Top-Unternehmen. Seine Leidenschaft sind innovative Web-Projekte.

Kommentare

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