33’000 kostenlose Kontakte pro Mitarbeiter

Wir bei Eqipia sind überzeugt, dass die Netzwerke der Mitarbeiter eine wertvolle Quelle für die Rekrutierung darstellen. Denn die Rekrutierung kann nicht einfach an das HR abdelegiert werden, sondern das Team hat einerseits Zugang zu den gesuchten Fachspezialisten und andererseits eine intrinsische Motivation, rasch den besten Kandidaten für die vakante Stelle zu finden. Insbesondere können auf diesem Weg passive Kandidaten angesprochen werden, die nicht aktiv auf den Stellenbörsen nach Angeboten suchen. Dass solche Empfehlungen erst noch viel glaubwürdiger sind, versteht sich von selbst.

Selbstverständlich bieten sich zu diesem Zweck die sozialen Netzwerke an und Social Job Sharing ist für viele Recruiter auch kein Fremdwort mehr. Was dies aber in Zahlen bedeuten kann, haben nun die Kollegen von Work4 Labs in einer eindrücklichen Infografik zusammengestellt: Ein durchschnittlicher Mitarbeiter mit 245 Facebook-Freunden, 208 Twitter-Followern und 101 Linkedin-Kontakten kommt bei einem wöchentlichen Posting im Jahr auf 33’342 Kontakte – und dies erst noch kostenlos.

Es handelt sich dabei natürlich um Werte aus den USA, Twitter dürfte hierzulande weniger relevant sein, dafür fehlt Xing, und Mehrfachkontakte sind nicht nicht ausgeklammert. Aber als Zahlenspiel, um das Potential von Social Job Sharing aufzuzeigen, ist es alleweil interessant. Aus unserer Erfahrung sind folgende Faktoren entscheidend für den Erfolg von Social Job Sharing:

  • Positionierung als aktiver Sourcing-Kanal: Soziale Netzwerke dürfen nicht nur opportunistisch genutzt werden, sondern müssen als aktiven Sourcing-Kanal bewirtschaftet werden. Dazu gehört auch das Definieren von KPI und das Monitoring.
  • Enabling der Mitarbeiter: Die Mitarbeiter müssen geschult werden, wie sie die Netzwerke optimal nutzen können und was die Erwartung des Arbeitgebers ist. Zudem dürfen natürlich auch die Zugänge zu den Netzwerken nicht gesperrt sein, denn niemand wird eine Stellenanzeige in seiner Freizeit posten.
  • Wertschätzung/Incentivierung: Die heutigen Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme fokussieren ganz auf eine Prämie bei Vertragsunterzeichnung. Im Social Job Sharing ist aber die Incentivierung nach generierter Reichweite zielführender. Zum Beispiel CHF 500 in die Teamkasse, wenn das Team 1’000 Kontakte hergestellt hat. Es muss aber nicht immer nur Bargeld sein, viel wichtiger ist die Wertschätzung durch den Arbeitgeber, wenn ein Mitarbeiter aktiv eine Vakanz bewirbt.

Work4LabsSocialJobSharingInfographic.jpg

 

Über Patrick Mollet

Dr. Patrick Mollet ist Experte für Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt er sich mit Trends und Entwicklungen in diesen Bereichen und berät Top-Unternehmen. Seine Leidenschaft sind innovative Web-Projekte.

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