Stellensuchende nutzen Facebook immer weniger

Im Auftrag von Jobvite hat the polling company wiederum 2’108 Erwachsene in den USA zu ihrem Erwerbsstatus und vor allem ihrem Nutzungsverhalten bezüglich sozialen Medien befragt. 

26% der befragten Personen sind aktiv auf Jobsuche und weitere 48% sind angestellt, aber grundsätzlich offen für einen neuen Job. Total wären also 3/4 der erwerbstätigen Bevölkerung grundsätzlich auf dem Arbeitsmarkt verfügbar. Hier stellt sich natürlich für die Unternehmen die Frage, wie man insbesondere die passiv Suchenden ansprechen kann.

75% aktiv oder passiv auf Jobsuche

75% aktiv oder passiv auf Jobsuche

Wenig überraschend sind 86% auf einem sozialen Netzwerk präsent. Facebook ist dabei auf hohem Niveau konstant (83%) und Linkedin stark wachsend (41%). Da die Umfrage in den USA durchgeführt wurde, sind leider keine Daten zu Xing erhoben worden. Spannend: 23% wurden schon in einem Bewerbungsgespräch zu ihren Social Media Aktivitäten gefragt.

Nur noch 32% haben das Stelleninserat auf einer klassischen Online-Jobplattform gefunden. Hohe 31% kamen über die Empfehlung eines privaten oder beruflichen Kontakts zu ihrem jetzigen Job. Und immerhin 16% haben das Stelleninserat auf Linkedin und/oder Twitter gesehen.

Nur 32% haben ihre Stelle auf einer Stellenplattform gefunden

Nur 32% haben ihre Stelle auf einer Stellenplattform gefunden

Die Karriereaktivitäten auf Facebook haben klar abgenommen: Zwar reichern die Leute ihre Profile nun auch mit beruflichen Informationen an, aber nur noch 14% suchen aktiv Stellen, nur 9% haben einen potentiellen Arbeitgeber auf Facebook recherchiert und nur noch 8% sind mit ihm über Facebook in Verbindung getreten. Nur noch 11% (Vorjahr: 20%) haben ihre Facebook-Freunde um Unterstützung bei der Stellensuche gebeten. Wie man bei diesen Zahlen von einer wachsenden Rolle von Facebook sprechen kann, ist ein Rätsel.

Karriereaktivitäten auf Facebook

Interessanterweise haben zwar 26% ihr Linkedin-Profil erweitert, aber nur 11% haben aktiv auf Linkedin nach Stellen gesucht und nur gerade 4% waren aktiv in Kontakt mit einem Recruiter. Dafür haben 19% angegeben, dass sie über LInkedin eine offene Stelle weitergeleitet haben.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass die Anzahl Kanäle, über welche die Jobsuchenden ihre Stellen finden und sich über Arbeitgeber informieren, weiter steigt. Dies stellt insbesondere neue Herausforderungen an die Recruiter: Gesucht sind heute eigentlich eigentlich «ITler, die im früheren Leben Vetriebler waren und in einer parallelen Dimension den Doppelstudiengang Medienkommunikation/ Psychologie belegt haben».

Die komplette Studie mit allen Ergebnissen kann mit einer kurzen Registration bei Jobvite bezogen werden.

Über Patrick Mollet

Dr. Patrick Mollet ist Experte für Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt er sich mit Trends und Entwicklungen in diesen Bereichen und berät Top-Unternehmen. Seine Leidenschaft sind innovative Web-Projekte.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>