Rückblick auf die Recruiting Convention 2012

Gestern lud Prospective zur 2. Recruiting Convention im Lake Side in Zürich. Chef-Blogger Walter Schärer von Jobup AG hat die Referate hervorragend zusammengefasst: 

Die etwas andere Zusammenfassung gibt es einmal mehr von der VBZ-Allzweckwaffe Jörg Buckmann (1. Halbzeit) und dem sozialen Brandmarker Dominik Hahn (2. Halbzeit).

Copyright: Walter Schärer, jobupag.ch

 

Obwohl es nicht explizit um Social Media ging, war dies natürlich wiederum ein dominierendes Thema. Allerdings ging es zum Glück nicht mehr darum, ob man als Arbeitgeber eine Karriere-Fanpage auf Facebook braucht, sondern (unter anderem) wie man die Mitarbeiter und deren Netzwerke für die Rekrutierung nutzen kann. Deshalb sprechen wir von Eqipia auch lieber von «Social Recruiting» als von Social Media Recruiting. Praktisch in jedem Vortrag lautet auch das Fazit, dass das heutige textlastige, statische Stelleninserat schlicht überholt ist.

 

Aber schauen wir uns die einzelnen Vorträge genauer an:

Allianz: Die eigene Website soll künftig der zentrale Karriere-Hub sein und unter anderem wird ein Mitarbeiterblog aufgeschaltet. Insbesondere die Stelleninserate haben noch viel Potential. So implementiert die Allianz künftig ein «Amazon-Feature», so dass dem Bewerber noch ähnliche Stellen angezeigt werden, die ihn interessieren könnten. Was noch fehlt: Das Team hinter dem Stelleninserat ;-)

Accenture: Vorgesetzte und Teams müssen motiviert werden, selber zu rekrutieren. Die erste Frage der Leiterin Personalmarketing an Vorgesetzte lautet deshalb: Was hast du bereits selber gemacht, um die Vakanz zu füllen? Das Recruiting der Zukunft liegt somit nicht mehr in den Händen von HR, sondern ist in der Verantwortung des gesamten Teams. Interessant: Bei Accenture werden bereits bis zu 40% der neuen Mitarbeiter von bestehenden Mitarbeitern empfohlen.

Helsana: Die Mitarbeiter sind entscheidend bei der Direct Search, diese müssen die Rekrutierung unterstützen, indem sie z.B. offene Stellen in ihrem Netzwerk verbreiten.. Die Mitarbeiter und Linienmanager werden so als Botschafter eingespannt, was aber auch sehr viel Überzeugungsarbeit voraussetzt.

Coca Cola: Der Job Dating Day hilft dem Bewerber, das Unternehmen, den Job und die Unternehmenskultur besser kennenzulernen. Der Bewerber erhält damit viel mehr Infos als mit einem reinen Stelleninserat.

Copyright: Walter Schärer, jobupag.ch

Über Patrick Mollet

Dr. Patrick Mollet ist Experte für Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt er sich mit Trends und Entwicklungen in diesen Bereichen und berät Top-Unternehmen. Seine Leidenschaft sind innovative Web-Projekte.

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